In der Provinz Lucca

– Die Teufelsbrücke
Wir haben bereits über die Teufelsbrücke in der Nähe von Borgo a Mozzano gesprochen. Es handelt sich um ein mittelalterliches Meisterwerk der Ingenieurskunst, das dank seines einzigartigen Profils – mit dem großen Hauptbogen, der von drei kleineren Bögen flankiert wird – viele Künstler inspiriert und Legenden über seinen Bau entstehen ließ.
- Die Hängebrücke von Ferriere
Die Hängebrücke wurde 1920 erbaut, um den Arbeitern den Weg von ihren Wohnorten zu den Metallwerken am anderen Ufer des Flusses Lima zu erleichtern. Die Brücke ist 227 Meter lang und wurde 1990 als längste Hängebrücke der Welt in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen. Ein Rekord, der 2006 verloren ging. Die Hängebrücke von Ferriere ist vom Weiler Mammiano oder von der Straße bei Popiglio (PT) aus erreichbar. Wecken Sie also Ihren Abenteuergeist und schlüpfen Sie in die Rolle von Indiana Jones – doch wenn Sie unter Höhenangst leiden, schauen Sie besser nicht nach unten!
-L’isola Santa
Isola Santa ist eines der schönsten Dörfer der Toskana und wird oft mit einem typischen Ort aus Märchen verglichen, so stimmungsvoll ist es.
Die erste gesicherte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1260: Ursprünglich gab es in der Ortschaft ein „Hospitale“, das Reisende beherbergte, die die Apuanischen Alpen über die Foce di Mosceta durchquerten, um von der Versilia in die Garfagnana oder umgekehrt zu gelangen. Wir empfehlen Ihnen, die Straße zu nehmen, die von der Garfagnana über den Cipollaio-Pass in die Versilia führt. Der plötzliche Blick auf das Meer wird Sie überraschen, nachdem Sie durch die unberührten Wälder gereist sind.
– Der Lago di Vagli
Der Vagli-See ist an sich schon ein wunderschöner Ort in den Bergen der Garfagnana, doch sein wahrer Reiz liegt in der Geisterstadt Fabbriche di Careggine, einem kleinen Dorf, das beim Bau des Wasserkraftwerks überflutet wurde. Unglaublicherweise kam dieses Dorf bei Reinigungs- und Wartungsarbeiten viermal wieder zum Vorschein. Der See wurde 1958, 1974, 1983 und zuletzt 1994 entleert. Die nächste Entleerung, die für 2022 geplant war, wurde nun auf 2023 verschoben
In der Provinz Pisa

– Das Piaggio-Museum
Das Piaggio-Museum wurde in Pontedera gegründet, um das außergewöhnliche historische Erbe eines der weltweit bekanntesten Symbole des „Made in Italy“ zu bewahren: die legendäre Vespa. Die Dauerausstellung umfasst mehr als 100 Vespa-Modelle, darunter die ersten Prototypen sowie die von Salvador Dalì signierte Vespa, ohne dabei die großen Klassiker wie die Vespa 125 aus dem Jahr 1951 zu vergessen – das Modell, das Audrey Hepburn und Gregory Peck am Set von „Vacanze Romane“ („
“) fuhren. Neben den Vespas sind auch die Gilera-Motorräder sowie den „Ape“, den Roller, der in den Badeorten – darunter die bekanntesten wie Capri, Ischia und Riccione – als Taxi genutzt wurde. Berühmt ist das Foto mit Charlie Chaplin auf Capri aus dem Jahr 1956
– Parco di San Rossore
Der San-Rossore-Park ist einer der größten Küstenparks Italiens! Er gehört zu den besonders schönen Orten der Toskana, ist jedoch, da er noch nicht sehr bekannt ist, nicht so überlaufen wie andere toskanische Sehenswürdigkeiten. Er umfasst 30 km Küstenlinie, die Mündungen der Flüsse Arno und Serchio sowie den Massaciuccoli-See. Dort werden Gemüse, Honig und Käse produziert, und es wird Viehzucht betrieben. Der Park kann zu Fuß, mit dem Fahrrad, zu Pferd oder mit der Kutsche erkundet werden. Zudem lässt sich das gesamte Gebiet mit dem Kanu oder einem kleinen Boot erkunden.
Es empfiehlt sich, den Park mit einem Führer zu besuchen, der Ihnen auch die sonst nicht zugänglichen Bereiche zeigt.
- Certosa di Calci
Die 1366 gegründete Certosa di Calci ist eines der bedeutendsten Kartäuserklöster Italiens und wurde im Laufe der Jahrhunderte erweitert. Zwischen 1764 und 1797 wurden umfangreiche Erweiterungs- und Ausstattungsarbeiten durchgeführt, die die Kartause zu einem der bedeutendsten Beispiele für Kunst und Architektur des 18. Jahrhunderts in der Toskana machten. Im Jahr 1866 ging sie in Staatsbesitz über und wurde zum Nationaldenkmal erklärt. Heute beherbergt es auf der einen Seite das Museum für Naturgeschichte und Regionalkunde und auf der anderen Seite das Nationalmuseum der monumentalen Kartause.
- Toiano, das Geisterdorf
Toiano ist ein kleines, verlassenes mittelalterliches Dorf im Herzen der Toskana. Diese „Verlassenheit“ und „Einsamkeit“ verleihen dem Ort einen unbeschreiblichen Charme. Das ganze Dorf scheint stillgestanden zu haben; die Zeit vergeht, doch ohne jegliche Bewegung.
Man betritt das Dorf über eine Brücke, die einst eine Zugbrücke war, und beim Spaziergang durch die verlassenen und stillen Gassen kann man eine wunderschöne Landschaft bewundern.
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